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Auswahl von Ammoniumperchlorat und Kaliumperchlorat in Feuerwerkskörpern

09.07.2024

Wir sehen, dass der Effekt im Visuellen liegt, dann sind zwei Punkte ausschlaggebend: Erstens ist die Farbe nicht leuchtend; das zweite Problem ist die Sichtbarkeit.

 

Aus der zweiten Perspektive betrachtet, erfolgt die thermische Zersetzung von Ammoniumperchlorat Die Reaktion verläuft wie folgt: 2NH₄ClO₄ → N₂↑ + 4H₂O + Cl₂↑ + 2O₂↑. Stickstoff und Wasser sind dabei sehr stabil, während Sauerstoff und Chlor mit dem Metallpulver zu den entsprechenden Chloriden und Oxiden reagieren. Das Ammoniumsalz ist vollständig in den gasförmigen Zustand übergegangen und entwichen, während das nach der Zersetzung von Kaliumperchlorat entstandene Kaliumsalz zu kleinen, festen Partikeln geworden ist. Daher entsteht bei der Zersetzung beider Stoffe in gleichen Mengen Rauch durch die Reaktion von 2NH₄ClO₄. Ammoniumperchlorat ist geringer als die von Kaliumperchlorat, daher ist die Sichtbarkeit besser als bei Kaliumperchlorat, daher ist der Effekt deutlicher.

Auswahl von Ammoniumperchlorat und Kaliumperchlorat in Feuerwerkskörpern.jpg

Darüber hinaus kann die oben beschriebene Reaktion bei unzureichender Umsetzung Ammoniak erzeugen, was für Feuerwerksbetriebe in Innenräumen äußerst problematisch ist. Die Ammoniakbildung bei Bühnenfeuerwerkskörpern verursacht daher beim Publikum und sogar bei den Darstellern ein äußerst unangenehmes Gefühl. Aus diesem Grund sollte bei der Verwendung von Ammoniumperchlorat in Bühnenfeuerwerkskörpern möglichst ein Metallpulver mit stark reduzierenden Eigenschaften gewählt werden, damit bei der Zersetzung von Ammoniumperchlorat Stickstoff anstelle von Ammoniak entsteht.